Nun ist auch dieses Jahr schon wieder fast vorbei. Um ein endgültiges Fazit zu ziehen, ist es sicher noch etwas zu früh. Für mich steht jedoch fest, dass es das aufregendste Jahr meines Lebens war. Eine längere Auszeit war zwar immer schon mein Traum, aber so wirklich daran geglaubt habe ich daran nicht. Wenn mir jemand vor 2 Jahren gesagt hätte, dass ich Weihnachten 2018 an der Costa Blanca unter Palmen verbringen würde, dann hätte ich demjenigen wohl geraten, endlich mal das Trinken aufzugeben und nicht mehr ganz unten an Straßenlaternen zu schnüffeln 😉 .

Als Kind war für mich Weihnachten natürlich schon was Besonderes, wobei ich gestehen muss, dass ich mich da gar nicht mal so doll drauf gefreut habe. Schuld daran war einfach die Tatsache, dass ich mich zu besonderen Anlässen immer „verkleiden“ musste, während ich sonst am liebsten ganz locker flockig im Schlafanzug in meiner Jugendzeit für Angst und Schrecken in der breiten Bevölkerung gesorgt habe. Mein größtes Trauma dabei war meine sagenhafte braune Hose. Der Stoff war ungefähr so zart wie ein grober Kartoffelsack und hat sogar an Stellen gekratzt, die von dem Stoff gar nicht berührt worden. Innen war zudem noch so ein schrecklich kaltes Futter, das sich einfach nicht erwärmen wollte, aber sehr wohl den stachligen Stoff durchgelassen hat. Dazu dann noch einen engen Strick- oder Rollkragenpullover und die Feiertage waren für mich gelaufen. Besonders zur Freude meines großen Bruders habe ich mich dann immer bewegt wie ein gelenkloser Roboter. Ich habe mich extra steif gemacht, um möglich jede Reibung des kratzigen Stoffs an meiner zarten Kinderhaut zu vermeiden. Das größte Problem für mich war aber, dass diese braune Hose offenbar mit mir mitgewachsen ist, denn gefühlt hatte ich die locker 10 Jahre im Schrank und immer wieder tragen müssen.

An ein Weihnachtsfest erinnere ich mich aber ganz besonders gerne. Mein lieber Patenonkel Bernd aus Bayern war zu Gast und hatte mir damals einen riesigen Kleiderständer mit einem Löwenkopf geschenkt. Den durfte ich dann nach der Bescherung sofort einweihen. Es wird dich sicher nicht wundern, welches Kleidungsstück nach einem bührenreifen Striptease in Sekundenbruchteilen dort zuerst hing 😀 .

Heute darf ich zum Glück selbst entscheiden, was ich mir für Klamotten überstreife und ich bin auch der Chef in der Küche, wobei das Essen meiner Mutter immer große Klasse gewesen ist. Mein unkompliziertes Weihnachtsmenü kennst du vielleicht schon. Vielleicht ersetze ich das Dessert in diesem Jahr aber durch Frau Birdsens winterlichen Nusskuchen mit Karamellcreme. Das Geschoss zieht mir vor Freude beim Anblick fast die braune Hose aus 🙂 .


Winterlicher Nusskuchen mit Karamellcreme -glutenfrei-

Das Rezept ist für eine mit Backpapier ausgelegte Springform mit einem Durchmesser von 18 cm. Den Backofen auf 180 Grad (Ober- und Unterhitze) vorheizen.

Zutaten Teig

  • 3 EL Leinensamen + 6 EL Wasser
  • 100g Kokosblütenzucker
  • 1/2 TL gemahlenen Vanille oder 1 Packung Vanillezucker
  • 75ml Rapsöl
  • 100g glutenfreies Mehl
  • 100g gemahlene Nüsse (ich habe Walnüsse genommen)
  • 3 TL Backpulver
  • 150g Sojajoghurt (mit Mandelgeschmack von Provamel)
  • 1 TL Backgewürz fruchtig von BioVegan (als Alternative kann man auch eine Spekulatiusgewürzmischung nehmen)
  • 1 EL Agar Agar

Zutaten Creme:

  • 1/2 Packung Karamellpudding (BioVegan)
  • 250 ml Mandelmilch
  • 2 EL Kokosblütenzucker
  • 125 g Margarine (zimmerwarm)

Zutaten karamellisierte Nüsse:

  • 100g gehackte Walnüsse
  • 50 ml Wasser
  • 50 g Zucker

Zubereitung Teig:          

Leinensamen mit Wasser in einer separaten Schüssel mischen und 5 Minuten quellen lassen. Ich nutze die Zeit, in dem ich die anderen Zutaten schon abwiege und vorbereite.

Leinensamengemisch, Kokosblütenzucker, Vanille  und Öl mit dem Rührgerät „schaumig“ rühren. Das Mehl mit den Nüssen und Backpulver mischen und dazugeben. Anschließend den Joghurt unter die Schaummasse mengen und ebenfalls verrühren. Den Teig in die Springform füllen und etwa 50 Minuten backen.

Nun den Kuchen in der Form gut auskühlen lassen.

Zubereitung Creme:

Aus Puddingpulver, Mandelmilch und Kokosblütenzucker  nach Packungsanleitung einen Pudding kochen und anschließend (nicht im Kühlschrank) gut abkühlen lassen (zwischendurch umrühren, damit sich keine Haut bildet oder einen Deckel auf den Topf machen).

Die weiche Margarine mit dem Mixer oder per Hand mit dem Rührbesen geschmeidig rühren. Den erkalteten Pudding durchrühren und esslöffelweise unterrühren.

Zubereitung karamellisierte Nüsse:

Das Wasser gemeinsam mit dem Zucker in eine Pfanne geben und solange unter Rühren erhitzen bis die Mischung aufkocht.

Sobald die Mischung leicht braun wird, werden die Nüsse unter Rühren in die Pfanne gegeben, solange weiterrühren bis die Nüsse komplett von der Zuckermischung umhüllt sind.

Anschließend werden die Nüsse auf Backpapier verteilt und kühlen dort ebenfalls ab.

Zubereitung Kuchen:

Den erkalteten Kuchen vorsichtig aus der Springform lösen und halbieren. Den unteren Kuchenboden mit 1/3 der Creme gleichmäßig bestreichen. Nun die zweite Kuchenhälfte vorsichtig drauflegen und ein wenig festdrücken. 2/3 der restlichen Creme oben auf dem Kuchen verteilen.

Den Kuchen im Anschluss mit der restlichen Creme dünn ummanteln und mit einem großen Messen vorsichtig glatt streichen (dann hast du eine Naked Cake Varaiante). Die karamellisierten Nüsse auf den Kuchen streuen. Fertig 🙂


Ich habe diesen Artikel als „Anzeige“ deklariert, weil ich in dem Rezept einige Produktempfehlungen gebe, für die ich aber keine finanzielle Gegenleistung erhalten habe.

Ich habe die Hälfte der Nüsse mit dem Mixer klein geschrotet (fast wie Puderzucker) und als erstes auf die oberste Cremeschicht gestreut, danach folgten die restlichen gehackten karamellierten Nüsse.

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