Gutbürgerlich bin ich aufgewachsen und wurde dazu meistens deftig ernährt. In der Küche meiner Mutter gab es viele Klassiker wie Eintöpfe, Gulasch, Aufläufe, Braten mit gekochten Beilagen und Nudelgerichte. Morgens hat mir mein Vater immer fröhlich pfeifend mein Frühstück gebracht. Das bestand aus einer weißen Semmel mit ganz dick Butter und Nuss-Nougat-Creme und einem Getreide-Kinderkaffee. In der Schule habe ich mir nur einen Kakao beim Hausmeister gegönnt und abends gab es dann meistens Brot mit Wurst, Käse, einer Tomate und einem sauren Gürkchen. Ab und an mal einen Apfel von Vaters Lieblings-Apfelbaum im Garten und getrunken habe ich am liebsten den ganzen Tag lang Zitronenbrause. Legendär waren die Soßen meiner Mutter, vor allem zu Geflügelgerichten. Die habe ich damals schon lieber gegessen als das Fleisch, aber Fleisch musste sein, weil ich ja sonst nicht groß und stark werden würde…

Als Kind war ich aber oft krank und hatte dazu ungefähr die Statur eines Hühnerhabichts. Ich war so dünn, dass man mich in einem eventuellen Notfall gar nicht zu röntgen brauchte und einfach durch mich durchlesen konnte.

Als Teenager habe ich dann begonnen, meine Ernährung komplett umzustellen. Ich habe mich vor allem flüssig ernährt, Bier gilt in manchen Teilen Deutschlands schließlich als Grundnahrungsmittel. Wenig später habe ich mich dann noch ganz locker und im Handumdrehen für sämtliche Wettbewerbe im Langstreckenrauchen qualifiziert. In meinen Glanzzeiten habe ich es auf bis zu 100 Kippen pro Tag an den Wochenenden geschafft.

Nachdem ich meine Ausbildung begonnen und auch in meine erste, eigene Wohnung gezogen bin, gab es dann vorwiegend Fast-Food. Alles, was die Kühltheke im Discounter und die anliegenden Pommesbuden und Schnell-Restaurants so zu bieten hatten. Am liebsten die Burger von Werner neben der Diskothek First oder die Döner von meinem Lieblings-Griechen Gabriel bei der Helmstedter Kult-Disco Number One. Na gut, das waren eigentlich keine richtigen Döner, dort hießen die Dinger einfach Pita. Lecker war das zwar schon, aber gesünder bin ich merkwürdigerweise auch nicht geworden. Im Gegenteil, denn ich wurde eher nur noch anfälliger, träger und auch vom Volumen her wirkte ich nicht gerade wie eine zarte Elfe im weißen Spitzenkleid. Meine Blutwerte waren angeblich immer in Ordnung, ich sollte viel an die frische Luft gehen, sagten mir die Ärzte meistens. Weil aber im Döner auch so viel rohes Gemüse drin ist, wird mich dieses Zeug wahrscheinlich durchs Leben gebracht haben 😉 . Der Krautsalat und das Gemüse sind gute Vitamin- und Ballaststoff-Lieferanten. Die Tomate bringt die Vitamine C, A, B1, B2 und E und auch wichtige Mineralstoffe mit in den Döner. Die Zwiebel Vitamin C und dazu noch Magnesium, Kalzium und Kalium. Dazu noch die Salatgurke mit B-Vitaminen, Vitamin C, Vitamin K und die Mineralstoffe Kalium und Eisen. Das wird wohl rückblickend das Geheimnis meines Überlebens gewesen sein 😉 .

Damals hat sich übrigens kein Mensch auch nur ansatzweise Sorgen um meine Gesundheit gemacht, nicht mal ich selbst. Seitdem ich Veganer bin, habe ich nicht nur eine drahtige Figur wie Super-Grobi, ich stehe auch in Sachen Dynamik und Fitness meinem alten Idol in nichts nach. Es hätte mich in meiner Sturm- und Drangzeit jedoch nicht gewundert, wenn mir damals aufgrund meines Lebensstils ein knallblauer Ganzkörperpelz wie der von Grobi gewachsen wäre. Geradezu spektakulär finde ich es, dass sich nun die Menschen plötzlich wieder um mein Wohlergehen kümmern und mich fragen, ob ich auch mit allen Nährstoffen versorgt wäre…

„Tel Aviv…so ist das Leben“, hätte mein alter Kumpel Stocki dazu wohl gesagt. Deswegen beende ich dieses Thema jetzt hier bedda und habe Dir zur Feier des Tages einen leckeren Gemüsedöner mit einer scharfen Mango-Aioli-Soße gemacht. Der Inhalt hält dich nämlich fit, knackig und schön und davon wächst Dir auch nach dem Essen garantiert kein blauer Pelz 🙂 . #beddaisdas

Für die scharfe Mango-Aioli-Soße:

Alle Zutaten in ein hohes Gefäß geben und mit dem Mixstab pürieren.

Ich belege meinen Gemüsedöner einfach nur mit buntem Gemüse, aber immer mit Zwiebeln und Krautsalat, Tomaten und Gurken. Peperoni, Paprika, Mais und Avocado nehme ich auch gerne. Du kannst natürlich auch noch gebrutzelten Räuchertofu oder Seitan in Deinen Döner geben. Dann ist es zwar kein Gemüsedöner mehr, aber das ist ja eigentlich wumpe, wie das Geschoss heißt 😉

Arbeitszeit für die Soße: ca. 3-5 Minuten

Du kannst auch Ananas nehmen für die Soße, wenn Du keine Mango da hast.

Du kochst gerne schnell, umkompliziert, lecker und mit wenig Aufwand? Dann lege ich Dir mein E-Book „Love, Vegan Food & Rock ‘n‘ Roll – die unkomplizierte Art vegan zu kochen!“ ganz doll ans Herz. Hier findest Du 77 überwiegend kinderleichte Rezepte mit Zutaten, die man in fast jedem Haushalt findet und die oft in weniger als 20 Minuten gemacht sind. Klick dazu einfach auf das Foto rechts.

Love, Vegan Food & Rock ‘n‘ Roll ist ein 120-seitiges E-Book mit den beliebtesten Rezepten meines Blogs www.der-veganizer.de und einem großen Teil unveröffentlichter Rezepte, die Dir den Einstieg in die pflanzenbasierte Küche erleichtern.



Ich habe diesen Artikel als „Anzeige“ deklariert, weil ich als Blogger für mich und meine Projekte Werbung mache und damit auch grünes Geld verdiene (da bin ich übrigens sehr glücklich drüber und auch stolz drauf 🙂 ). Zudem entstand der Artikel in Zusammenarbeit mit der ethiconomy services gmbh.

Sei der Erste, der diesen Beitrag teilt