Kennst Du auch Menschen, die sich den ganzen Tag über nur beschweren und immer das Haar in der asiatischen Reissuppe suchen? Oder kennst Du auch Menschen, die jeden guten Ansatz mit einem Problem aus der Welt schaffen, anstatt nach Lösungen suchen zu wollen? Das sind meistens Menschen, die mit sich und ihrem Leben nicht zufrieden sind und immer verlangen, dass die ganze Welt sich ändern soll, nur sie selbst natürlich nicht.

Zu diesem Menschenschlag gehörte ich auch. Wenn ich mal in den Urlaub in den Süden geflogen bin, dann habe ich schon ein Gesicht wie ein Massenmörder gezogen, wenn wir gerade auf dem Rollfeld gelandet sind, weil es mir zu heiß war. Habe ich mir beim Bäcker einen Donut gekauft, dann reklamierte ich das Loch in der Mitte. Gab es bei einer Party keine Eiswürfel mehr für meine Drinks, dann habe ich mich lauthals und bei jedem, der es nicht hören wollte, über die miesen organisatorischen Fähigkeiten des aus meiner Sicht drittklassigen Gastgebers beschwert. Und natürlich wusste ich immer alles besser, wenn auch meistens erst hinterher. Hat mein Club verloren, dann war der Trainer eine Pfeife und hätte eine andere Mannschaft aufstellen müssen. Bin ich im Job nicht vorwärts gekommen, dann waren mein Chef und die KollegInnen schuld. Ist ein Kumpel bei seiner Selbstständigkeit gescheitert, dann habe ich das natürlich schon vorher gewusst.

Das Hauptproblem an den Umständen war vor allem eins: ich selbst. Ich war ein veränderungsresistenter Bedenkenträger par excellence. Eine Sache war dabei immer gesetzt: meine oppositionelle Haltung gegenüber Andersdenkenden und Menschen, die ihr Leben selbst in die Hand genommen haben. Veganer waren für mich Spinner, die alle ungesund aussahen (ich habe mich früher mit Vorliebe von Bier, Pizza, Schnitzel mit Pommes und Burgern ernährt und fühlte mich damit auf der völlig sicheren Seite…). Soziale engagierte Leute waren mir suspekt, weil sie offenbar kein Geld für die Kneipe hatten und Typen, die einfach mal aus dem System ausgebrochen sind und ihr Ding durchgezogen haben, waren völlig verrückte Spinner, die offenbar einer Sekte beigetreten waren.

„Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.“ – Albert Einstein

Und heute? Heute bin ich überzeugter Grasfresser, selbsternannter grüner Superheld, Gefahrensucher, Weltverbesserer, Gutmensch, Frei- und Schöngeist und grüner Klugscheißer in Personalunion. Wer hätte das jemals für möglich gehalten 😉 .

Was das jetzt mit meiner asiatischen Reissuppe zu tun hat? Gar nichts, um es mal ganz ehrlich zu sagen. Aber wenn ich es geschafft habe, mich zu ändern, dann schafft das jeder andere auch. Fang jetzt aber bitte bloß nicht an zu meckern, dass Du keinen Reis magst. Dann nimm eben Nudeln oder Kartoffeln für diese sagenhaft leckere Suppe. Oder erzähl mir nicht, dass Du nicht kochen kannst, denn einfacher geht es nun wirklich nicht. Also gib einfach mal Schub, Rakete, und zeig, was Du alles drauf hast 😉 . Der Planet da draußen braucht Dich!

Für ca. 6-8 Portionen

    • 1 Zwiebel
    • 1 Knoblauchzehe
    • 1 EL Kokosöl
    • 400ml Kokosmilch (1 Dose)
    • 1,25l Gemüsebrühe
    • 1 Stange Lauch geputzt und in Ringe gschnitten
    • 2 Karotten
    • 200g Basmati-Reis
    • 1 Schuss Zitronensaft
    • 1 EL Currypulver
    • Salz & Pfeffer zum Abschmecken
    • Chilipulver nach Geschmack

Den Reis nach Packungsanleitung separat bissfest kochen. Das Gemüse schälen und in kleine Würfel schneiden. Das Öl in einem großen Topf erhitzen, Kokosöl zugeben und das Currypulver anrösten. Zwiebel- und Knoblauchwürfel mit hinzufügen, umrühren und mit dem Currypulver zusammen kurz glasig anbraten.

Nun mit der Brühe und der Kokosmilch aufgießen und die Suppe kurz aufkochen lassen. Die Karottenwürfel in die Suppe geben und 5-10 Minuten köcheln lassen. Kurz vor Ende den Reis, den Lauch und den Zitronensaft mit in den Topf geben, gut umrühren, abschmecken und servieren. Für die ganz Scharfen gehört noch etwas Chilipulver mit rein.

Arbeitszeit: ca. 15 Minuten

Kochzeit: ca. 15 Minuten

Du kannst daraus auch eine leckere Restesuppe machen mit dem Gemüse, was Du gerade da hast (Paprika, Kartoffeln, Blumenkohl etc.)

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Ich habe diesen Artikel als „Anzeige“ deklariert, weil ich als Blogger für mich und meine Projekte Werbung mache und damit auch grünes Geld verdiene (da bin ich übrigens sehr glücklich drüber und auch stolz drauf 🙂 ).

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