2017 hat begonnen, der erste Schnee ist gefallen und die guten Vorsätze werden umgehend in die Tat umgesetzt. Leere Worthülsen und Lippenbekenntnisse gehören der Vergangenheit an, der Veganizer und sein Team starten gnadenlos und fest entschlossen mit Volldampf durch ins neue Jahr. Nachdem ich mich gestern Abend top auf dieses Ereignis vorbereitet und mein letztes Bier für die nächsten Tage genossen hatte, war ich bereit für weitere Heldentaten. Unsere Challenge wurde von mir im Vorfeld natürlich in die Welt hinaus posaunt, damit auch alle davon erfahren. Die Resonanz, die wir dann heute erhalten haben, hat alle meine Erwartungen getoppt.
Ich bin in aller Ruhe aufgestanden und habe mir einen Matcha-Zimt-Shake gemixt. Danach habe ich mir dann meine Laufklamotten angezogen und bin die Treppe hinunter gegangen. Als ich die Haustür öffnete, traute ich meinen Augen kaum. Die Autos standen still, es bildete sich ein langer Stau in beide Richtungen. Es waren mobile Tribünen aufgebaut, auf denen die „Grasfresser-Ultras“ mächtig Rabatz gemacht haben und eine Pyroshow mit Tischfeuerwerk und Knallerbsen der ersten Kategorie abfeuerten. Auf der Straße jubelten mir tausende Menschen zu, Fahnen wurden geschwenkt, Transparente in die Luft gehalten. Ich hatte mich direkt nach dem Aufstehen schon gewundert, dass ich mehrere Anrufe in Abwesenheit auf meinem Handy von einer mir unbekannten Nummer hatte. Angeblich soll es sich um unseren Ober-Bürgermeister gehandelt haben, der für Braunschweig den Ausnahmezustand ausgerufen haben soll. Meine Pressestelle konnte diese Gerüchte jedoch nicht bestätigen, deswegen kümmerte ich mich auch nicht weiter darum.

Draußen waren Stände aufgebaut, überall duftete es nach gebrutzeltem Räuchertofu und frisch gemähtem Gras. Die Stimmung war extrem ausgelassen, lediglich einige Autofahrer wurden langsam etwas ungeduldig, weil sie nicht einen Zentimeter vorwärts kamen. Ich habe in dem Moment sofort versucht Attila anzurufen, damit er nach Braunschweig kommt und die Massen etwas beruhigt und unterhält. Mir schwebte vor, dass er nur in Badehose bekleidet und auf Rollerblades fahrend die Straße hoch- und runterfährt, dabei den wartenden Autofahrern einen Matcha-Shake spendiert und deren Windschutzscheiben putzt. Dazu sollte er laut singend den Song Car Wash von Rose Royce performen. Ich bin mir sicher, dass das die Autofahrer sehr gut unterhalten und vor allem auch besänftigt hätte, aber leider ist der Wagen von Attila nicht wintertauglich, deswegen musste ich diesen Gedanken wieder verwerfen.

Zum Laufen kam ich natürlich erst mal nicht. Ich habe mich dann in einem Hinterhof verschanzt und meine ChallengerInnen angerufen. Bei ihnen war es ein ähnliches Bild. Robert berichtete mir, dass er von seinem Nachbarn Till gehört habe, dass in Wolfsburgs berühmter Autofabrik sogar die Bänder still stehen sollen. Auch er wurde von einen Massenanlauf tausender Menschen überrascht, als er am Morgen sein Haus verlassen wollte. Ganz besonders ausgelassen feierten ihn die italienischen Landsleute, die in Wolfsburg und Umgebung leben. Sie haben die längste Tofu-Pizza der Welt gebacken und verteilten sie an das dankbare Publikum. Selbiges dankte es den Pizza-Bäckern wiederum mit einer Gesangseinlage, es wurde Azzurro von Adrian Celentano angestimmt und ausgelassen gefeiert.

Meine Frau Sina kam mehrere Stunden zu spät zur Arbeit, weil sie nicht mit ihrem Wagen aus der Garage kam und keine S-Bahn fahren konnte. Ähnlich erging es Helen, die heute den ersten Matcha-Shake ihres Lebens getrunken hatte, was sich als großer Vorteil erwies. Denn im Gegensatz zu einer einschlägig bekannten Zucker-Brause mit zweifelhaften Inhaltsstoffen hat ihr dieses Getränk wohl tatsächlich Flügel wachsen lassen, somit war der Weg zur Arbeit für sie offenbar kein Problem mehr.

Alicja und Anne berichten von einer volksfestähnlichen Atmosphäre, die in ihren Dörfern heute früh herrschte. Die Spielmannszüge und Schützenvereine spielten groß auf, die freiwilligen Feuerwehren grillten Soja-Würstchen und die Landfrauen haben glutenfreie und vegane Muffins gebacken. Alle Menschen lagen sich in den Armen und feierten das Leben und vor allem natürlich die Challengerinnen.

Ich denke, dass wir mit dem Auftakt ganz zufrieden sein können. In den nächsten Tagen werde ich wohl über die Balkone der Nachbarn klettern, um durch ihre Gärten nach draußen in den Park zum Laufen zu gelangen.

Die klaren Favoriten des heutigen Tages waren die Superfood-Cornflakes mit Gojibeeren und Matcha, der Feldsalat mit Belugalinsen, Apfel und Cranberries und die Süßkartoffel-Toasties mit Avocadocreme, Räuchertofu und Röstzwiebeln.

Während Robert das grüne Matcha-Pulver eher inhalierte, muss sich Helen noch an den Geschmack gewöhnen. Mit dem Verlauf des ersten Tags können wir sehr zufrieden sein. Alle sind noch am Start, es ist noch niemand wegen eines Vitamin B-12-Mangels in die Notaufnahme gekommen und die ersten Gerichte wurden ebenfalls schon verköstigt. Morgen geht’s weiter, wir haben noch lange nicht genug. Verfolge das Spektakel auf meinem Instagram-Account. Bis morgen, wir sehen uns!

Du hast das Buch noch gar nicht? Hier kannst Du es Dir noch heute bestellen:

(*) Affiliate-Link

Unter meinen Newsletter-Abonnenten verlosen Attila und ich 3 x 2 tolle Preise

Das Gewinnspiel läuft bis zum 08.01.2017 18:00 Uhr und Die Teilnahmebedingungen findest Du hier (bitte Link anklicken). Wenn Du schon für meinen Newsletter angemeldet bist, dann musst Du nichts weiter tun und bist automatisch mit in der Verlosung. Wenn nicht, melde Dich einfach bis zu dem o.g. Zeitpunkt an, wenn Du dabei sein möchtest.

1. – 3. Preis= jeweils ein von Attila handsigniertes Buch „Vegan for fit 2 – Gipfelstürmer und einer seiner Rezept-Kalender 2017

Die GewinnerInnen werden dann nach Ablauf des Gewinnspiels per Mail benachrichtigt und auf meiner Facebook-Seite bekannt gegeben.

Viel Glück und gib Schub, Rakete! 2017 wird Dein Jahr 🙂 

 

"Wir schaffen das!"

(*) Affiliate-Link – Das bedeutet, dass ich bei einem eventuellen Kauf durch Dich über meine Empfehlung eine kleine Provision dafür erhalte. Diese Provision erhöht für Dich aber nicht den Kaufpreis der empfohlenen Ware.