Astronaut wollte ich als kleiner Junge eventuell mal werden, wenn ich groß bin. Fußballer bei Eintracht Braunschweig mit der Nummer 7 auf dem Rücken wie mein einstiges Idol Danilo Popivoda, hätte ich mir auch gut vorstellen können. J.R. Ewing fand ich auch cool, weil er so ein schönes Büro hatte, einen beeindruckenden Ledersessel, den ich heute in veganem Velours bevorzuge, dazu schien in Dallas immer die Sonne und er hatte stets die besten Frauen. Ob das nicht etwas oberflächlich klingt, fragst du dich jetzt vielleicht. Nun ja, ich war damals keine zehn Jahre alt, da gehörte ich noch nicht wirklich zu den Dichtern und Denkern dieses Landes, aber ich hatte Träume. Träume, die im Laufe der Jahre immer weiter in die Ferne rückten. Denn große Teile meines Umfeldes holten mich immer mehr raus aus meinen Träumen.

• Das Leben ist kein Ponyhof
• Arbeit ist Arbeit und Schnaps ist Schnaps
• Wenn Du im Leben Erfolg haben möchtest, dann musst Du gut in der Schule aufpassen und einen guten Abschluss machen
• Reiche Menschen sind böse und schlecht
• Das Leben ist hart und ungerecht
• Wer hoch hinaus will, kann tief fallen
• Lieber den Spatz in der Hand, als die Taube auf dem Dach usw. usw.

Irgendwann wurden diese negativen Glaubenssätze und Grenzen anderer Menschen auch zu meiner Wahrheit und habe sehr lange mit diesen einschränkenden Lebensweisheiten gelebt. Das größte Problem dabei war aber, dass ich es gar nicht erkannt hatte, dass es positive und negative Glaubenssätze gibt. Für mich war das einfach ganz normale Realität, was mir da im Laufe meines Lebens eingepflanzt wurde. Doch dann bin ich mir dieser Glaubenssätze bewusst geworden und habe gelernt, diese für mich zu meinem Vorteil umzudrehen.

„Alle sagten: Das geht nicht. Dann kam einer, der wusste das nicht und hat’s gemacht.“

Nun habe ich Menschen um mich herum, die mir positive Energie geben, mich stärken, an mich glauben. Dabei sind auch Menschen, die schon dort sind, wo ich noch landen werde. Ich lese Bücher über Persönlichkeitsentwicklung und von erfolgreichen und glücklichen Menschen. Veränderungsresistente Bedenkenträger haben darin nun keinen Platz mehr. Mein Glas ist immer halb voll und nie halb leer und ich denke in Lösungen und nicht in Problemen. Früher wollte ich gerne J.R. Ewing sein, heute drehe ich meinen eigenen Film als grüner Superheld. Die Rolle steht mir super, wie ich finde, und das Leben liebt mich jetzt. Läuft also! Aber freu dich bloß nicht zu früh, höre ich da schon wieder den ein oder anderen sagen 😉 .

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