Seit weit über 5 Jahren bin ich nun leidenschaftlicher Grasfresser und habe in dieser Zeit so manche Weide abgegrast. In dieser Zeit gab es natürlich auch viele Höhen und Tiefen, wobei die Höhen eindeutig überwogen. Nun spreche ich eigentlich gar nicht mehr so gerne über die nicht so schönen Momente meines Lebens, aber für Dich mache ich gerne mal eine Ausnahme. Zu den Tiefen zähle ich eher die Gespräche, die ich mit Mitbürgern dieser Republik führte, die ich von mir aus niemals begonnen hätte. Falls Du Dich der veganen Lebensweise zugewendet hast, dann kennst Du diese Gespräche sicher auch. Bei einem Buffet oder einen gemeinsamen Essen versuchst Du Dich so unauffällig wie möglich zu verhalten, damit Du nicht wieder im Mittelpunkt der Diskussion stehst, und angesehen wirst wie ein Schwerverbrecher. Wenn Du dann aber doch genötigt bist nachzufragen, ob bei einem Buffet tierische Inhalte im Essen sind, weil das nicht eindeutig zu erkennen ist, dann dauert es auch nicht lange und der erste Experte steht Gewehr bei Fuß.

„Bist Du etwa Veganer, oder was?“
„Grüß Dich, ich bin Peffe. Wer bist Du denn?“
„Keine Namen nennen, das tut hier nichts zur Sache. Also was ist nun?“
„Ja, bin ich.“
„Das ist aber total ungesund wegen B12 und Du bekommst nicht alle Nährstoffe. Außerdem habe ich mich nicht an die Spitze der Nahrungskette gekämpft, um jetzt nur noch Salat zu essen. Unsere Gehirne hätten sich auch ohne Fleisch niemals so entwickelt, wenn wir kein Fleisch gegessen hätten. Also ernähre Dich lieber vernünftig!“
„Ich bewundere Deine ernährungswissenschaftlichen Kenntnisse. Zudem rührt mich Deine Fürsorge, aber mir geht es so blendend wie noch nie zuvor in meinem Leben. Wie kommst Du denn zu all diesen Aussagen?“
„Das sagen die doch im Fernsehen immer und als ich letztens an der Tankstelle war, stand das auch als Schlagzeile in der Zeitung, die direkt auf der Theke lag, dass vegan ungesund ist.“
„Ich merke schon, dass ich es mit einem echten Experten zu tun habe. Schön, dass Du Dich so ausgiebig und differenziert mit dem Thema auseinandersetzt und Du Dich innerhalb von Sekundenbruchteilen vom Ahnungslosen zu einem echten Fachmann entwickelt hast. Ich habe aber Hunger und würde jetzt gerne in Ruhe etwas essen. Wo finde ich denn hier was Schönes?“
„Von dem Zeug würde ich niemals satt werden. Ich brauche Fleisch. Was ist denn mit den Löwen, sollen die jetzt auch nur noch Grünzeug essen?“
„Puh, jetzt fährst Du aber harte Geschütze auf. Was isst Du denn da gerade?“
„Ich brauche was Handfestes mit Geschmack und tierischem Fett, weil das ein Geschmacksträger ist. Zuerst habe mir ein Brötchen mit Fleischsalat und eine ordentlichen Käsestulle gemacht, danach sehen wir weiter. Super lecker, aber das darfst Du ja nicht essen. Dazu gibt es noch eine schöne Flasche Bier, aber das darfst Du doch auch nicht trinken.“
„Ich darf alles essen und trinken, ich möchte es nur nicht. Aber warum sollte ich denn kein Bier trinken dürfen?
„Weil da Hefe drin ist.“
„Und?“
„Na weil Hefen Pilze sind.“
„Ja, das stimmt. Aber Hefe schreit selten um ihr Leben, wenn ich es im Bier trinke und wie ein Tier sieht das für mich jetzt nicht wirklich aus. Wenn Du jetzt gesagt hättest, dass ich als Veganer keine Pilze essen darf, weil da Schlümpfe drin wohnen, dann wäre das ein handfestes Argument gegen meine Lebensweise gewesen. Aber so…“
„Du bist ein ganz schöner Klugscheißer!“
„Ich habe nur auf Deine Fragen geantwortet. Du hast doch damit angefangen. Wo hast Du denn den Käse und den Fleischsalat her?“
„Das steht hier neben mir auf dem Tisch. Da steht irgendwas mit bedda drauf – super lecker, kann ich dazu nur sagen. Aber wie schon gesagt, Du darfst das ja nicht…“
„Das ist ja super, von bedda ist nämlich alles vegan. Bringst Du mir ein Bier mit? Dann können wir zusammen essen.“

Leider konnte ich die anregende Unterhaltung danach nicht weiterführen, weil mein Gesprächspartner schnaufend die Veranstaltung verlassen hat. Schade, denn wir haben gerade damit begonnen, uns richtig anzufreunden…
Ich werde einfach versuchen, seine Telefonnummer zu ergattern. Dann koche ich ihm einen schönen Kartoffel-Blumenkohlauflauf mit Dattelsoße und führe die anregende Diskussion mit ihm weiter 😉 .

Heute stänkere ich übrigens eher weniger rum und lasse solche „Argumente“ an mir abprallen. Wenn sich jemand aber aufrichtig für den Veganismus interessiert, dann nehme ich ihn dabei gerne an die Hand und zeige am liebsten, wie schön, bunt und leckere unsere Lebensweise ist 🙂 . Das gehört das eindeutig zu meinen Höhepunkten.

Welches „Lieblings-Anti-Vegan-Argument“ fällt Dir denn auf Anhieb ein?

Für eine große Auflaufform:

    • 1 großer Blumenkohl (geputzt, entstrunkt und in Röschen zerteilt)
    • 1 Kg geschälte und in Scheiben geschnittene Kartoffeln
    • 300ml Gemüsebrühe
    • 1 geschälte und in kleine Würfel gehackte Zwiebel
    • 2 EL Kokosöl
    • 2 EL Mehl o. Speisestärke
    • 250ml pflanzliche Sahne
    • 50g bedda vegan aufstrich scharfe dattel
    • Hefeschmelz zum Überbacken oder bedda reiberei
    • Salz & Pfeffer zum Abschmecken der Soße

Die Blumenkohlröschen und die Kartoffelscheiben jeweils separat bissfest kochen (man kann das auch in einem Topf machen, dann solltest Du die Kartoffelscheiben 2, 3 Minuten länger kochen lassen als die Blumenkohlröschen). Die Zwiebelwürfel in einer Pfanne in heißem Öl kurz glasig anbraten, dann mit Mehl bestäuben und anschließend mit der Gemüsebrühe ablöschen. Die pflanzliche Sahne und den bedda vegan aufstrich scharfe dattel unterrühren. Die Soße ca. 5 Minuten köcheln lassen und mit Salz & Pfeffer abeschmecken.

Wenn das Gemüse gar ist, dann schichtest Du es nach Lust und Laune in einer Auflaufform und gibst dann die Soße drüber. Zum Schluss den Hefeschmelz oder bedda reiberei drüber und für ca. 15-20 Minuten ab in den Ofen bei ca. 200°C O/U-Hitze. Lecker 🙂 .

Arbeitszeit: ca. 20-25 Minuten
Koch-und Backzeit: ca. 20-25 Minuten

In Scheiben geschnittener Lauch passt auch noch super zu dem Auflauf, wenn Du gerne mehr Gemüse drin haben möchtest

Du kochst gerne schnell, umkompliziert, lecker und mit wenig Aufwand? Dann lege ich Dir mein E-Book „Love, Vegan Food & Rock ‘n‘ Roll – die unkomplizierte Art vegan zu kochen!“ ganz doll ans Herz. Hier findest Du 77 überwiegend kinderleichte Rezepte mit Zutaten, die man in fast jedem Haushalt findet und die oft in weniger als 20 Minuten gemacht sind. Klick dazu einfach auf das Foto rechts.

Love, Vegan Food & Rock ‘n‘ Roll ist ein 120-seitiges E-Book mit den beliebtesten Rezepten meines Blogs www.der-veganizer.de und einem großen Teil unveröffentlichter Rezepte, die Dir den Einstieg in die pflanzenbasierte Küche erleichtern.



Ich habe diesen Artikel als „Anzeige“ deklariert, weil ich als Blogger für mich und meine Projekte Werbung mache und damit auch grünes Geld verdiene (da bin ich übrigens sehr glücklich drüber und auch stolz drauf 🙂 ). Zudem entstand der Artikel in Zusammenarbeit mit der ethiconomy services gmbh.

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