Ich musste letztens lange überlegen, als ich gefragt wurde, ob es irgendetwas gäbe, das ich nicht so gut können würde. Als grüner Superheld, in Fachkreisen auch als „Der Veganizer“ bekannt, zeige ich natürlich nur sehr ungern meine Schwächen auf. Wozu auch, wenn es eigentlich keine gibt! Als Grasfresser verursache ich nahezu keine Emissionen, ich nehme niemandem den Arbeitsplatz weg, weil die Stelle aus Veganizer schon seit Bestehen des Universums ausgeschrieben und unbesetzt war, und ich bin auch sonst über jeden Vergleich erhaben.

Na gut, Mathematik war in der Schule nicht so meine Domäne. Naturwissenschaften auch nicht und Geschichte fand ich auch irgendwie nicht so prickelnd, weil Dir jedes Land was anderes in seinen Geschichtsbüchern erzählt. Einigen wir uns am besten darauf, dass Schule insgesamt nicht meine Welt war, weil ich es einfach nicht mag, wenn Wissen in mich hineingepresst wird, das mich überhaupt nicht interessiert.

Und trotzdem ist noch was aus mir geworden. Also besteht für jeden anderen da draußen auch noch eine große Portion Hoffnung. Was Du jetzt machen sollst, fragst Du nun ausgerechnet mich? Tu einfach das, was Du liebst! Davon kannst Du vielleicht nicht sofort Dich und Deine Familie ernähren, aber Du musst ja jetzt nicht sofort Deinen Job kündigen, nur weil ich Dir ein paar Flausen in den Kopf gesetzt habe. Investiere jeden Tag ein bisschen Zeit in Deinen Traum, dann wird er auch eines Tages in Erfüllung gehen.

Es gibt da übrigens noch etwas, das ich gar nicht mal so gut kann: Backen. Wenn Du ein Essen mal falsch würzt, dann kannst Du es durch die Zugabe diverser Zutaten noch ganz locker und mit beiden Händen in den Taschen retten. Wenn Dir aber ein Teig misslingt, dann ist in der Regel Feierabend. Ungern erinnere ich mich noch an Waffeln, die ich gemacht habe. Sie hatten nach dem Ausbacken eine Konsistenz wie ein Eishockeypuck und auch eine ähnliche Durchschlagskraft, wenn man sie ordentlich beschleunigte. Deswegen lasse ich die meisten (glutenfreien) Backwaren von meiner lieben Frau Birdsen zaubern.

Aber keine Sorge! Denn ich wäre nicht Der Veganizer, wenn ich nicht für alle etwas Leckeres im Angebot hätte. Heute gibt es nämlich einen Erdbeddakuchen in 3 verschiedenen Schwierigkeitsgraden.

Zuerst den glutenfreien von Frau Birdsen für echte Profis. Dann noch einen leichten Boden von mir für die Normalos am Herd und zum Schluss gibt es dann noch eine Variante für die ganz hoffnungslosen Spezialagentinnen und Superhelden am Herd. Für diese Kategorie habe ich natürlich auch eine ganz raffinierte Lösung auf dem Kasten.

1. Glutenfreier Erdbeerkuchen

Das Rezept ist für eine mit Backpapier ausgelegte 23er Springform. Den Ofen auf 180 Grad Ober-Unterhitze vorheizen.

Zutaten Mürbeteig:

  • 50g vegane Margarine
  • 2EL Kokosblütenzucker
  • 180g helle glutenfreie Mehlmischung
  • 1 TL Flohsamenschalenpulver
  • 3 TL Backpulver
  • 100ml Haselnussmilch

Zutaten Creme:

  • 330g veganen Frischkäse (vegan aufstrich natur von bedda)
  • 70g Kokosblütenzucker
  • 150g veganen Joghurt (entweder Natur oder mit Zitronengeschmack)
  • 30g Speisestärke
  • 1 Bio-Zitrone
  • 1 Vanillezucker oder Mark einer Vanilleschote

Zutaten Belag:

  • 400g Beeren (hier waren es Erdbeeren)

Zubereitung Mürbeteig: Margarine und Kokosblütenzucker „schaumig“ rühren. Glutenfreies Mehl, gemahlene Flohsamenschalen und Backpulver in einer separaten Schale mischen und zur Schaummasse rühren. Haselnussmilch zugeben und verrühren. Den Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben und kurz mit den Händen durchkneten. Den Teig auf der bemehlten Fläche mit einem Nudelholz dünn ausrollen und die Springform damit auslegen. Anschließend in den Kühlschrank stellen und die restlichen Sachen zubereiten.

Zubereitung Beeren: Die Beeren waschen und wer mag in Stücke schneiden … dadurch hat man mehr Frucht auf dem Kuchen

Zubereitung Creme: vegan aufstrich natur von bedda, Joghurt, Zucker, Vanillezucker und Zitronensaft und Abrieb ordentlich verrühren. Im Anschluss die Speisestärke unter die Masse mischen und gründlich glatt rühren, bis der Teig ganz glatt ist.

Zubereitung Kuchen: Die Creme auf dem Teig  verteilen. Nun die Beeren vorsichtig und gleichmäßig auf dem Kuchen bzw. auf der Creme verteilen. Die Form auf dem Rost in den Backofen schieben und  für 50-60 Minuten backen.

Arbeitszeit: ca. 45 Min. Backzeit: ca. 50-60 Min.  

 

2. Erdbeerkuchen auf Biskuitboden

Zutaten für 1 Backblech:

  • 420 g Mehl
  • 2 EL Stärke
  • 2 Pck. Backpulver
  • 200 g Zucker
  • 2 Pck. Vanillezucker
  • geriebene Schale von 2 BIO-Zitronen
  • 170 ml geschmacksneutrales Öl (z.B. Rapsöl, Sonnenblumenöl)
  • 420 ml Wasser mit Kohlensäure (alternativ Soja, Mandel- oder Hafermilch)

Ofen auf 180ºC Ober-/Unterhitze vorheizen. Mehl, Stärke und Backpulver zusammen in eine Rührschüssel geben und ordentlich sieben und vermischen. Zucker (wenn Du den Kuchen ein bisschen gesünder haben möchtest, dann nimm Birkenzucker), Vanillezucker und Zitronenschale dazu geben und mit dem Schneebesen anständig verrühren.

Öl und Wasser dazu geben und mit dem Teigschaber rasch (nur ca. 10-15 mal) verrühren, sodass alle Zutaten feucht sind. Kleine Klümpchen lösen sich beim Backen auf.

Den Teig auf dem Backblech auf mittlerer Schiene ca. 25-30 Minuten backen. Um zu prüfen, ob der Teig schon gut sind, steche ich mit einer Gabel in die Mitte ein. Wenn beim Rausziehen nichts dran hängt, ist der Biskuit fertig. Den Boden auf ein Kuchenrost oder auf das Rost des Backofens stellen und abkühlen lassen. Den Rest mit der Creme und dem Belag machst Du dann so wie in Rezept Nr. 1 beschrieben. Das Rezept für den Boden habe ich von cakeinvasion.de.

Arbeitszeit: ca. 15 Min. Backzeit: ca. 30 Min.

 

3. Exklusiver Erdbeddakuchen mit saftigen und sonnigen Südhang-Erdbeeren auf Schokopuddingspiegel (das hört sich schon mal viel leckerer, arbeitsintensiver und cooler an als einfach nur „Schokopudding mit Erdbeeren“  😆 )

Zutaten:

  • 400g frische Erdbeeren
  • 1 Packung vegan schokopudding von bedda

Zubereitung: Den Pudding kreisrund auf einem Teller verteilen, Erdbeeren drüber. Fertig.

Arbeitszeit: 3 – 5 Minuten (da ist das Putzen der Erdbeeren schon mit einberechnet…)

Ist irgendwas? Ja, natürlich ist das kein Erdbeerkuchen, aber es ist doch nicht meine Schuld, wenn Du keinen Boden backen kannst oder möchtest 😉 . Mit etwas Fantasie stellst Du Dir einfach vor, dass es einer wäre. Als Kind wolltest Du mal Prinzessin oder Astronaut werden, da wird das doch wohl nicht zu viel verlangt sein 🙂 .

Schmeckt auch richtig lecker mit einem Erdbeer-Rhabarber-Mix

Ich habe diesen Artikel als „Anzeige“ deklariert, weil er in Zusammenarbeit mit der ethiconomy services gmbh entstanden ist.