Hast Du auch schon mal davon gehört, dass Weihnachten das Fest der Liebe und der Besinnung sein soll? Wenn ich an meine Kindheit zurückdenke, dann war das mit der Besinnung eher suboptimal gelaufen. Als Kind ist mir das relativ locker an meiner ungeliebten, kratzigen braunen Festtagshose vorbeigegangen, die zu feierlichen Anlässen immer tragen musste. Ich lag am liebsten im elterlichen Wohnzimmer auf dem Sofa rum und habe die Weihnachtsfilme im Fernsehen genossen. Nun bin ich nur wenige Meter von der Grenze im sogenannten Zonenrandgebiet aufgewachsen und hatte das große Glück, neben den 3 westlichen Sendern auch DDR1 +2 zu empfangen. Diese beiden Sender hatte ich ganz besonders in mein Herz geschlossen. Wenn Pittiplatsch, Schnatterinchen, Herr Fuchs, Frau Elster und all die anderen Helden meiner Jugend über den Bildschirm flimmerten und dazu noch die traumhaften DEFA-Klassiker wie „Schneeweißchen und Rosenrot“ oder „Frau Holle“ gezeigt wurden, dann war meine Welt in allerbester Ordnung.

In der Küche sah es bei uns meistens weniger gut aus. Da schepperte und qualmte es wie ein einem Kraftwerk und wenn es um Schmücken des Baumes ging, war auch meistens Hektik angesagt. Jedes Jahr kam wieder die Diskussion auf, dass wir alle viel zu wenig helfen würden und das Essen bestimmt nicht pünktlich fertig wird. Der größte Stress kam aber für mich in der Regel nach dem üppigen Weihnachtsessen. Wie in jedem Jahr haben wir uns buchstäblich überfressen und wurden anschließend im Wohnzimmer auf die vorhandenen Plätze verteilt und in die stabile Seitenlage gebracht. Erst als mein Vater wieder selbstständig in der Lage war sich zu bewegen und Bier aus dem Keller zu holen, kam wieder Bewegung in die Geschichte. Schön war es trotzdem jedes Jahr, wahrscheinlich auch gerade deswegen.

Jetzt bin ich, zumindest physisch gesehen, groß geworden und selbst der Küchenchef, der unter Stress steht. Das war vor allen Dingen in der Zeit nicht so einfach, als ich noch etwas ungeübter am Herd war, aber die Nicht-Veganer von unserer pflanzlichen Kost überzeugen wollte. Das Ergebnis war, dass ich am Tag davor schon in der Küche stundenlang am rumschrauben war und am nächsten Tag alles perfekt werden sollte, da ging das Drama dann weiter. Das schlug für mich auf die Laune und artete in Stress aus, den ich nun nicht mehr habe, weil ich das für uns perfekte Menü gefunden habe. Die Vorsuppe dauert nur wenige Minuten, schmeckt aber ganz hervorragend. Das Dessert und große Teile des unkomplizierten, aber mega leckeren Hauptgangs kann ich schon am Vortag zubereiten, so dass am Heiligen Abend nur noch das Feintuning durchzuführen ist. So habe ich genug Zeit, mich mit Frau und Kind nachmittags auf’s Sofa zu lümmeln und alte DEFA-Klassiker zu bewundern und ganz entspannt auf die Gäste zu warten. Also wenn Du nichts mehr hast…., dann wäre ich soweit fertig für Weihnachten 😉 .

Ich präsentiere: mein unkompliziertes, total leicht zu machendes, von Allesessern erprobtes und für super leckere befundenes veganes Weihnachtsmenü à la Veganizer 🙂 .

Klick einfach auf die einzelnen Fotos drauf und schon gelangst Du zu dem jeweiligen Rezept. Damit wird auch Dein Weihnachtsfest ganz lecker, locker und entspannt.

Hochzeitssuppe

Linsenbraten in Blätterteig mit Rotkohl, Klößen und veganer Bratensoße

Glutenfreier Spekulatiuskuchen

Ich wünsche Dir eine ganz entspannte und wunderschöne Vorweihnachtszeit