Kennst Du auch Menschen, die für jede Veränderung im Leben sofort eine passende Ausrede aus dem Hut zaubern? Und kennst Du auch Menschen, die sich dann umgehend die Welt schön reden, wenn sie etwas nicht durchgezogen haben, obwohl sie es sich fest vorgenommen hatten? So einer war ich. Mit der großen Schnauze immer stets ganz vorne dabei, aber wenn es ernst wurde, dann war entweder mein Superhelden-Kostüm gerade in der Reinigung, in den Sohlen meiner Düsenstiefel war ein Loch, oder ich musste meinen Hubschrauber aus der Werkstatt holen. Damals dachte ich immer, dass ich einfach nicht der Typ dafür wäre, fest eingefahrene Abläufe in meinem Leben zu ändern. Heute weiß ich, dass unser Gehirn uns einfach nur schützen möchte.

„Mach keinen Quatsch und bleib schön in der sicheren Höhle. Hier ist es schön warm, der Säbelzahntiger findet den Eingang nicht und die Frau kommt auch bald vom Beerensammeln zurück!“

Die Zeiten sind aber vorbei, denn heute will Dich der Säbelzahntiger nicht mehr fressen und Beeren bekommst Du in jedem Biomarkt zu jeder Jahreszeit zu kaufen.

Heute sieht das bei mir anders aus. Ich habe meinen Blog online gestellt und rede offen über meine Emotionen. Ich stelle mich auf Bühnen, wenn sich die Gelegenheit ergibt und spreche fremde Menschen an, wenn ich Lust dazu habe. Und vor allem sage ich nicht zu jeder neuen Idee pauschal „Nein! Keine Zeit, sonst gerne!“, sondern lasse sie erst mal auf mich wirken und mich auch immer öfter dafür begeistern. Hinter unserer Komfortzone verbirgt sich in erster Linie eine Sache: Angst!

„Was wird mich erwarten?“

„Was sollen denn bloß die anderen Leute von mir denken?“

„Das kann ich sowieso nicht.“

Die Grenzen setzt Du Dir also selbst und nicht andere und genau da liegt für mich der Schlüssel zu etwas mehr Mut im Leben, denn jeder kann mehr erreichen, wenn er das nur möchte. Es geht mir hier gar nicht darum, dass Du nächstes Jahr Olympiasieger im Sackhüpfen wirst oder Usain Bolt bei einem 100 Meter Lauf überrundest. Es sind die kleinen Siege, die Du feiern sollst und die Dir am Ende mehr Selbstvertrauen und einfach ein viel besseres Gefühl geben. Zudem finde ich, dass wir viel zu oft das tun, was andere Menschen von uns erwarten oder wir denken, was wir tun müssen, damit wir bloß nicht negativ auffallen und über uns geredet wird.

Kenne Dein „Warum“

1. Visualisiere Deine Ziele

Hast Du ein Ziel, das Dich emotional richtig bewegt? Mal Dir aus, wie es sich anfühlt, wenn Du Dein Ziel erreicht hast! Du möchtest eine bestimmte Distanz laufen? Einen Marathon vielleicht? Wie fühlt es sich an, wenn Du innerlich schon mal über die Zielline läufst? Im Endeffekt geht es im Leben immer noch um Gefühle und die besten, die man sich selbst schenken kann, sind meiner Meinung nach die, wenn Du selbst etwas erreicht hast, was Du Dir vorher nur in Deinen Träumen vorgestellt hast oder vor denen Du Angst hattest. Es fühlt sich einfach gut an, wenn Du eine gewisse Strecke gelaufen bist, wenn Du was Gesundes auf dem Teller hattest und der Schokoriegel im Schrank liegen blieb. Wenn Du Dein „Warum“ kennst, dann verlässt Du Deine Komfortzone sogar oft mit Freude. Schreib Dir täglich Deine Ziele, Träume und Deine Fortschritte ganz formlos auf. Entweder in ein Heft oder auch gerne auf ein Visionboard

„Das Wichtigste am ersten Schritt ist nicht die Weite, sondern die Richtung!“ -unbekannt

2. Geh es langsam an – Teile Dein Projekt in kleine Teile und freu Dich über jeden Schritt, den Du nach vorn gemacht hast. Schau nicht auf das große Ganze, sondern auf die Schritte, die Du schon gegangen bist. Wenn Du ein ungeübter Läufer bist, dann zieh morgens erst mal Deine Laufsachen an und geh walken. Steigere Dich langsam. Irgendwann gehst Du 4 Minuten und eine läufst Du. Du wirst sehen, dass Du in wenigen Wochen schon zwanzig Minuten Dauerlauf schaffen wirst. Auch hier hilft Dir das Visualisieren Deines Ziels. Wenn Du einen Step geschafft hast, dann darfst Du Dich auch gerne vor Deinen eigenen Spiegel stellen und Dir selbst erzählen, dass Du eigentlich für diese Welt viel zu geil bist. Das hilft 😉 .

3. Such Dir Gleichgesinnte – Du lernst so, dass Du Dir mehr vertraust und holst Dir zusätzlichen Antrieb, weil Du Dich nicht allein fühlst. Es gibt zum Beispiel Laufgruppen für Anfänger, wenn Du gerne mehr Sport machen möchtest. Du kannst auch einen Pakt mit einer Freundin / einem Freund schließen, wenn Du ihr / ihm von Deinem Ziel erzählst. Vielleicht geht ihr dann etwas Ähnliches gemeinsam an, dann könnt Ihr Euch gegenseitig motivieren. Im Internet wirst Du dazu immer fündig, denn es gibt zu nahezu jedem Thema Gruppen, Seminare, Blogs, Challenges und Foren, wo Du auch gleich ganz viele Gleichgesinnte kennenlernst, die ebenfalls an einem bestimmten Ziel arbeiten. Das gilt nahezu für sämtliche Aktivitäten und nicht nur für das Laufen

4. Rede mit Deinem inneren Schweinehund – Du kennst doch sicher auch die beiden Stimmen, die jeder in seinem Kopf hat. Für die einen heißen sie Engelchen und Teufelchen und bei mir heißen die beiden Jungs Edwin und Schorse. Edwin ist eher dafür da, dass er mir viele Dinge madig machen will und bleibt lieber zu Hause und an Orten, an denen er sich auskennt. Schorse ist so eine Art gesetzloser Punker und hat eher das Talent seine Schmerzfreiheit ausleben zu wollen und auf Abenteuerreise zu gehen, hat aber in der Regel nicht das Durchsetzungsvermögen. Du kannst eine Challenge gegen Deinen Edwin eingehen. Wenn morgens der Wecker klingelt und Dir Edwin sagt, dass Du Dich lieber nochmal hinlegen solltest, dann besiege ihn und stehe auf. 1:0 für Dich und das kannst Du den ganzen Tag über machen mit dem Ziel am Ende mehr Treffer versenkt zu haben als Edwin.

5. Leg los – All das, was ich gerade geschrieben habe, wird zur Nebensache, wenn Du kein Gas gibst und immer in der sicheren Mittelspur fährst. Hol abends schon mal die Sportklamotten raus und leg sie dort ab, wo Du sie morgens gleich siehst. Such Dir keine Ausreden, weil es draußen noch dunkel ist oder das Wetter schlecht.

Also setz den Blinker links, geh ab auf die Überholspur und gib ordentlich Schub, Rakete 😀 !

Diese prächtigen Bilder mit Detlef D. Soost und mir sind übrigens am 18.03.2017 bei der 2. Berliner Rednernacht (organisiert durch GEDANKENtanken GmbH) entstanden. Das Video, aus dem ich die Bilder generiert habe, kannst Du Dir hier gerne ansehen. Du wirst dort Detlef D. Soost und mich in absoluter Höchstform erleben. Ich war so im Flow, dass ich erst zum Ende bemerkt habe, dass Detlef dort eine Choreografie mit uns einstudiert hat. Du solltest aber sofort erkennen, dass ich mehr Muskeln habe als er und mit der Geschmeidigkeit und dem Anmut einer Raubkatze auf der Bühne brillieren konnte. Es wird Dich ebenso wenig überraschen, dass mich nach der Verstaltung einige Zuschauerinnen gefragt haben, ob Fred Astaire und John Travolta Familienmitglieder von mir sein würden.

Gedankentanken kann ich Dir nur wärmstens empfehlen. Das sind top organisierte Events mit einem top Publikum und top Speakern.



Kennst Du schon meinen kostenlosen Guide für angehende Superhelden und ein buntes Leben? Nein, dann gib Gas, lad ihn Dir runter und starte danach durch wie eine Rakete 😉

(zum Download bitte auf das Bild klicken)