Am 17.09.2016 war es soweit, Attila Hildmann hat in Hannover seinen ersten Mini-Store eröffnet und ich war bei der Eröffnungsfeier dabei. Es gab kostenlose Proben seiner Produkte, dazu noch Matcha-Shakes nach seinem Originalrezept, und er stellte uns seine Pläne und Visionen vor.

Ganz locker und sportlich gekleidet, leicht angespannt, jedoch überaus sympathisch, stand er dabei schon vor der Veranstaltung für Fragen und Fotos seiner zahlreichen AnhängerInnen zur Verfügung, die die Halle im Cavallo in der Dragonerstraße 34 komplett ausgefüllt haben, das Interesse an seiner Eröffnung war riesengroß.

Nach einer netten Begrüßung präsentierte er dem Publikum zunächst seinen Veganspot „FREIHEIT“. In diesem Spot stellte er eindrucksvoll unter Beweis, wohin ihn sein Weg in Zukunft noch führen soll und welche Visionen er hat. Sein Slogan, den man auf allen seinen Produkten findet, ist hier Programm:

„Die Welt zurückkaufen“

Er prangert die Lebensmittelindustrie und Großkonzerne an, die unsere Nahrung vergiften und sogar in Ländern der 3. Welt Wasservorkommen privatisieren, die Abholzung der Regenwälder, die Ausbeutung und milliardenfache Tötung von Tieren, Umweltverschmutzer und Wilderer und macht jedem Zuhörer deutlich, dass man als Verbraucher die größte Macht hat, dem etwas entgegenzusetzen und täglich darüber abzustimmen, wie man mit einfachen Mitteln die Welt verändern kann: mit seinem eigenen Konsumverhalten.

Die wohl einzige Person, die ihm hierbei nicht richtig zugehört, und offenbar kurz nach seiner Begrüßung gegenüber zu Lidl gegangen ist, um sich dort eventuell 200 Gramm Lyoner für 0,99€ zu kaufen, war bedauerlicherweise ein Berichterstatter eines Regionalblattes. Er schrieb einen Artikel über die Eröffnungsfeier und stellte diesen, noch während Attila fleißig und geduldig seinen Fans Bücher signierte, unzählige Selfies schoss, bei denen er meistens selbst Hand an die Kamera legte, und mit ihnen über diverse Themen diskutierte, online. Dabei setzte er den letzten Satz von Attilas Rede in den Fokus des Berichts, den er völlig aus dem Zusammenhang gerissen hat:

„Ich komme zum Abschluss, denn ich glaube, ihr wollt mich langsam noch reicher machen.“

Dieser Satz war als Scherz gemeint und fiel direkt nachdem er seine zahlreichen Projekte für eine bessere Welt vorgestellt hatte, die durch den Verkauf seiner Produkte finanziert werden. Schade, dass in diesem Artikel mit keiner Silbe erwähnt wurde, was Attila vorher in seiner leidenschaftlichen Rede alles zum Ausdruck gebracht hat. Von jedem Verkauf seiner Matcha-Teas gehen 25 Cent an das Projekt „Baum für Baum“ der Tropenwaldstiftung OroVerde. Jeder Kauf unterstützt damit direkt die Wiederaufforstung wichtiger Waldbestände. Stolz verkündete er, dass am Samstag durch die Verkäufe der 10.000 Baum gepflanzt werden konnte.

Seine Schoko Crunch Kekse etwa werden in der Bäckerei des Andreaswerks in Steinfeld bei Oldenburg von Menschen mit Behinderung hergestellt.

Ganz besonders am Herzen liegt ihm sein Tigerschutzprojekt, vielleicht auch deshalb, weil er sich selbst mit den Eigenschaften eines Tigers beschreibt: Ein würdiges Tier, das als Einzelgänger sein Ding durchzieht. Hierbei prüft er selbst ganz genau, dass es sich um ein passendes Projekt handelt und das Geld, das durch einen Teil des Verkaufs einiger seiner Produkte finanziert wird und aktuell einen Stand von über 18.000€ aufweist, 1:1 in dieses Projekt einfließen soll. Er betonte überzeugend, dass es sich hierbei um keinen Streichelzoo handeln soll und er auch nicht in die Fußstapfen von Siegfried & Roy treten möchte. Aktuell hat er so ein Projekt noch nicht ausfindig machen können und überlegt deshalb, etwas Eigenes auf die Beine zu stellen. Ihm schwebt hierbei vor, dass er Flächen kaufen möchte, wo Tiger besonders bedroht sind und dort auch garantiert ist, dass die Tiere ein Reservat haben, in dem sie sich frei und gefahrlos bewegen können. Bei dieser Gelegenheit machte er entschlossen deutlich, dass jeder Wilderer persönlich vom ihm „die Hucke voll“ bekommen würde, wenn er sich diesem Reservat auch nur nähern würde. Zutrauen würde ich ihm das, denn die Oberarme dafür hat er.

Beeindruckend war für mich die Transparenz, die in seinen Produkten steckt. Er weiß ganz genau, dass er hochwertige Bio-Produkte mit besten Zutaten verkauft, die unter fairen Bedingungen produziert werden, deshalb passiert bei ihm nichts hinter verschlossenen Türen, wie man das sonst von Lebensmittelproduzenten und Fleischfabrikanten kennt. So bekamen wir in einem kurzen Film über die Herstellungsmethoden in den Betrieben, wo seine Artikel produziert werden, einen genauen Einblick.

Mir hat er vorab mit viel Engagement erläutert, wie man in seinen Kreisen korrekt grüßt  😉 und anschließend lud er alle dazu ein, seine Produkte zu probieren. Ganz besonders stolz schien er dabei auf seine Schokoladen-Kreationen mit dem Namen „Chokool“ zu sein, die es in den 4 leckeren Sorten Klassik (wie Milchschokolade), Mandel (mit einem hohen Anteil gerösteter Mandeln), Vanille (mit echter Bourbon-Vanille) und Matcha (mit Bio-Matcha aus Japan) gibt. Ich kann Dir nur empfehlen, diese Schokolade zu probieren. Jede Sorte ist so unglaublich geschmackvoll und zart schmelzend, dass ich seit Jahren mal wieder das Erlebnis hatte, wie es sich anfühlt, wenn einem Stück Schokolade in den Fingern schmilzt.

Zu dem Beitrag in der HAZ sollte man jetzt auch weiter keine großen Worte mehr verlieren. Mir ist dabei spontan ein Blog-Artikel einer meiner Lieblingsblogger, Tim, von mymonk.de eingefallen. Ich würde es mit meinem Worten so ausdrücken:

„Was juckt es die Eiche, wenn die Wildsau sich an ihr reibt!“

Attila hat nun in der Halle mit vollem Einsatz Bücher signiert, Selfies geschossen und Geschichten mit den Menschen ausgetauscht, die bei der Veranstaltung dabei waren und übergab die Bühne an Dimitria Nacos, die ihr neues Kochbuch „In Love with vegan“ präsentierte. Ab und an wechselte er mal den Standort und verlegte die Autogrammstunde in den Außenbereich, weil es in der Halle schon sehr warm geworden war.

Nachdem die Veranstaltung eigentlich schon über 1,5 Stunden offiziell beendet war und Attila sein letztes Autogramm gab, haben wir zusammen an der Theke noch einen Matcha getrunken, ein kurzes Gespräch geführt, und ich habe dabei noch ein Brot mit seiner Leberwurst genüsslich eingeatmet. Dabei war ich sehr froh, dass er in dem Moment neben mir saß und sein Name auf dem Glas des Produkts stand. Ich hätte es sonst nämlich nicht für möglich gehalten, dass diese Leberwurst rein pflanzlichen Ursprungs war, sie ist einfach sagenhaft im Geschmack.

Danke für einen tollen Abend und kauf uns die Welt ein Stück zurück, Attila! Ich werde Dich dabei unterstützen und weiterhin Deine großartigen Produkte erwerben, denn den Tieren ist es egal, was Du für einen Wagen fährst, mir übrigens auch.